Sassnitz.Webseite

Einleitung

Auf diesen Seiten finden Sie einige von mir zusammengetragenen Informationen rund um Sassnitz und natürlich auch Rügen tangierendes. Die Quellen die mich beim Erstellen mit Informationen versorgt und inspiriert haben, gebe ich am Ende an. Einiges stammt allerdings auch aus meinen Erinnerungen, so dass nicht vollends auf Quellen angewiesen war.

Als Rugier (Roggenesser) kann ich nur hoffen, dass Sie gefallen an meiner Heimat finden. Die Rugier (lebten im Oder-Weichsel-Gebiet) waren übrigens ein Teil der Weichsel-Warthe-Germanen, die auch die Insel Rügen besiedelten. Irgendwann, während der indoeuropäischen Wanderung, schlossen sie sich den Ostgoten an.

Sollten Sie sich auf Grund dieser Informationen zu einem Urlaub hier entschließen, ist es mir eine wahre Freude dies ausgelöst zu haben. Auch wenn andere Besucher wie Paulus Orosius (385 – 418 n. Chr.) eine andere Meinung von den Leuten hier hatte, so ist doch recht viel Zeit vergangen. Daher nehme ich an, dass heutige Besucher bessere Erlebnisse sammeln werden.

Viel Spaß mit diesem Text,
Ihr Danilo Ulf Mattick

Geografie und Lage

Das Landschaftsbild ist geprägt durch eiszeitliche Ablagerungen, zudem wird das landschaftliche Bild und die Küste von Kreidefelsen geprägt. Der bekannteste Kreidefelsen ist mit einer Höhe von rund 118 Metern der Königsstuhl auf Stubbenkammer.

Dieser verdankt seinen Namen übrigens so einigen Geschichten. Zum Einen wird behauptet, dass der schwedische König Karl XII im Jahr 1715 von dieser Stelle ein Seegefecht gegen die Dänen leitete, ermüdete und sich einen Stuhl bringen ließ.

Andere Quellen geben den Hinweis darauf das der Name schon viel früher geprägt wurde, denn der Pfarrherr Rhenan gebrauchte in seinem Reisebericht von 1584 das Wort “Konigsstuel“. Eine Sage wiederum behauptet, dass der Königsstuhl seinen Namen daher hat, weil der, welcher die Steile Wand von der Seeseite aus empor klettern konnte König wurde.

Alles in allem ist die Landschaft erdzeitgeschichtlich sehr alt. Man datiert sie auf vor etwa 12.000 Jahren, also zum Ende der Weichseleiszeit (jüngste der Vergeltscherungsphasen des pleistozänen Eiszeitalters im nördlichen Europa). Dadruch entstand eine Jungmoränenlandschaft, also Landschaften des vergletscherten Mitteleuropas.

Jungmoränenlandschaften zeichnen sich vor allem durch die Eiszeit beeinflusste Landschaftsbildung aus. Es existieren viele Hohlformen, von denen viele mit Wasser gefüllt sind, das Flusssystem ist oft unreif, es gibt zahlreiche Binnenentwässerungsgebiete.

Von Interesse ist auch noch, dass der Vorgänger der Ostsee der Ancylusee war. Dies war ein Binnensee vor etwa 9.500 bis 8.000 Jahren. Seinen Namen erhielt er nach der aus der Zeit besonders häufig vorkommenden Süßwasserschnecke Ancylus fluvitilis.

Zuletzt noch die Lage von Sassnitz mit den Himmelsrichtungen beschrieben: sie liegt im Nordosten der Insel Rügen, im äußeren Osten der Halbinsel Jasmund und erstreckt bis in den Süden zur Schmalen Heide.

Geschichte

Besiedelt wurde die Gegend um Sassnitz schon recht früh, nämlich im Neolihikum (Jungsteinzeit vor etwa 12.000 Jahren) und der Bronzezeit (2200 bis etwa 800 v. Chr.). Dies wird auch empirisch mit den zahlreichen Großstein– und Hügelgräbern auf Rügen und um Sassnitz belegt. Ferner haben auch hier Archäologen diverse Fundstücke entdeckt.

Aus dieser Zeit stammen auch einige Sagen, eine der wohl bekanntesten ist die von der Göttin Hertha, die auch als Erdmutter Nerthus bekannt war. Sie soll in der nach ihr benannten Herthaburg heimisch gewesen sein. Diese Herthaburg war einst eine slawische Fluchtburg und grenzt am Herthasee. So wie überliefert ist badete die Göttin einmal im Jahr im See und Sterblichen war es verboten ihr Antlitz zu betrachten, weshalb man Diener und Sklaven im See nach ihrem Bad ertränkte.

1871 wurde Sassnitz ans Straßennetz und Eisenbahnnetz gebracht, was zu einem rapiden Wachstum führte. Nicht zuletzt durch die Fährverbindungen nach Bornholm, Trelleborg, Stettin und Memel, die sich schnell etablierten. Auch die Kreideindustrie, Fischerei und der Tourismus waren ein Wachstumsmotor für die Stadt. Ergänzen muss ich, dass davor schon im 19. Jahrhundert (etwa ab 1824) Sassnitz das Ziel vieler Badegäste war.

Berühmte Personen der Geschichte verweilten zu dieser Zeit auch in Sassnitz. Beispielsweise 1876 Johannes Brahms und 1890 (auch als Kaiserjahr bezeichnet) die Kaiserin Auguste Victoria. Theodor Fontane und 1917 Lenin, während seines Exils.

1906 wurde wurden Crampas und das Fischerdorf Sassnitz zu einer vereinten Gemeinde zusammengeschlossen (Im Jahre 1767, so berichten Quellen, lebten in Crampas 41 Seelen und 77 in Sassnitz.). Das Stadtrecht erhielt Sassnitz allerdings erst 1957, zu dieser Zeit wurde die Fischerei ausgebaut und Sassnitz erlangte in der volkswirtschaftlichen Planung der DDR einen wichtigen Status, zudem wurde im Ortsteil Mukran 1984 auch ein neuer Hafen für den Gütertransfer mit der ehemaligen UDSSR gebaut. Heute ist der Fährhafen komplett nach Mukran gewandert, und bietet Verbindungen in den gesamten Ostseeraum an.

In der Gegenwart dominiert in Sassnitz der Tourismus als Industrie, der über die Hauptsaison im Sommer beachtliche Umsätze generieren kann, dafür aber im Winter von den sommerlichen Erträgen zerren muss. Dadurch ist Arbeitslosigkeit vor allem während der Winterzeit hoch, und somit auch die Armut ein wesentlicher Bestandteil des Alltags vieler Einheimischer. Wobei die Ostseebäder die Touristen vor allzu unangenehmen Anblicken schützen.

Natur

Während der letzten 6.000 Jahren haben Buchenwälder Europa dominiert. Riesige Gebiete waren mit Buchen bewachsen. Heute ist dieser gewaltige ehemalige Bestand auf 0,02 Prozent geschrumpft. Ein Relikt ist im Nationalpark Jasmund, einer von zwei Nationalparks auf Rügen, zu finden. Dieser restliche Teil von Buchenwäldern hier auf Rügen wurde auch zum UNESCO-Welterbe erklärt.

Ansonsten gibt es eine einzigartige Boddenlandschaft, die mit Schilf gesäumt ist. Diese Boddenlandschaft zieht viele Angler an, die hier auf der Jagd nach einem schmackhaften Abendessen sind, und dabei die Nähe zur Natur genießen wollen. Eben diese Boddenlandschaft stellt den zweiten Nationalpark auf Rügen, den der vorpommerschen Boddenlandschaft.

Dies ist selten, denn nur auf Rügen sind so großflächige Nationalparks auf so engem Raum dicht bei einander. Zudem gibt es noch ein Biosphärenreservat, welches als Südost-Rügen bezeichnet wird.

In den Nationalparks sind die Pflanzen und Tiere sich selbst überlassen, so wie es eigentlich schon immer, auch vor dem Eingreifen von Menschen in die Natur, üblich war. Hier leben Pflanzen und Tiere harmonisch zusammen, und wenn Besucher Glück haben, können sie den einen oder anderen Hasen, ein scheues Reh oder andere heimische Tiere beobachten.

An der Küste selbst sind Mehlschwalben, Wanderfalken und Seeadler regelmäßige Gäste in und um Sassnitz. Wer hier aber nicht die Ausdauer hat sich gegebenenfalls auf die Lauer zu legen, besucht den Tierpark in Sassnitz, wo sich so allerhand heimische und exotische Tiere ganz nah erleben lassen.

Kultur

Auch in einer relativ kleinen Stadt wie Sassnitz und darum herum gibt es Kultur und kulturelle Highlights. Je nach touristischem Interesse gibt es viel zu Entdecken. Von einem Strandbesuch im Hochsommer oder einem Bummel auf der Strandpromenade, einer ausgedehnten Wanderung mit Führung im Nationalpark Jasmund mit einem anschließenden Besuch im Nationalpark-Zentrum Königsstuhl.

Auch bei einem Besuch im Tierpark lässt sich entspannen und ganz nebenbei noch so manches über einheimische Tiere herausfinden. Und wer dann noch mehr lernen möchte, kann Ausstellungen und Museen, die über die ganze Insel verstreut sind, besuchen. Vom Baumwipfelpfad bis zum Hafenmuseum, ist auch für das leibliche Wohl gesorgt. Es finden sich in den verwinkelten Straßen der Sassnitzer Altstadt Lokale für ein Mittagessen oder den nachmittäglichen Kaffee.

Wen der Tierpark inspiriert hat kann am nächsten Tag dann noch vielleicht noch den Schmetterlingspark in Sassnitz besuchen. Oder eben am Hafen bummeln und die HMS Otus, ein außer Dienst gestelltes englisches U-Boot, besichtigen.

Ein Besuch im Hafen lohnt sich, denn Sassnitz hat die längste Außenmole Europas. Die mit einer Länge von etwa 1.450 Metern von 1889 bis 1912 gebaut wurde.

Und wenn die Dauer ihres Urlaubes es zulässt nutzen Sie die öffentlichen Verkehrsmittel um die Ostseebäder oder andere Teile der Insel Rügen zu erkunden. – Es wird sich lohnen.

Sehenswürdigkeiten

Mal abgesehen von den kulturellen Höhepunkten, die über das Jahr verteilt in Rügen stattfinden und gegebenenfalls kostenpflichtig aufzusuchen sind, gibt es so manche Stätte die als Sehenswürdigkeit zu betrachten ist. Dazu zählen Stätten genauso wie geschichtsträchtige Orte, die durch Wanderwege oder via Nahverkehrsmittel zu erkunden sind.

Neben dem Hafen von Sassnitz und dem Nationalpark-Zentrum Königsstuhl auf Stubbenkammer, ist auch der Herthasee (verbunden mit einem Besuch der Herthaburg) oder die Hügelgräber (auch Hügelsteingräber) im Nationalpark Jasmund ein unbedingtes Muss.

Ein Spaziergang über die Wissower Klinken lässt sie die schönsten und groteskesten Kreidefelsformationen entdecken. Diese lassen sich nicht nur über eine Wanderung von Nahem betrachten, sondern auch via Schiffsausflug mit den Schiffen im Hafen von der Ostsee aus bewundern.

Die Feuersteinfelder in der Nähe von Mukran bieten ein weiteres Ausflugsziel. Genau so interessant kann auch eine Tour über die einzelnen Orte der Insel sein, um Kirchen und Häuser aus vergangenen Zeiten zu bestaunen.

Wenn sie aus einer Großstadt kommen, werden sie feststellen, dass viele ruhige naturbelassene Plätze und Orte auf der Insel eine Sehenswürdigkeit sein können.

Allerorten, das kann ich ihnen schon sagen, werden sie schöne Urlaubsmotive für ihre Lieben zu Hause schießen können, und von so manchen visuellen und emotionalen Höhepunkt zu Hause berichten. – Informieren Sie sich am besten vor Ort, bei den Touristen-Informations-Service-Stellen über weitere Sehenswürdigkeiten.

Nahverkehr

Mit dem Bus ist man auf Rügen vor allem im Sommer optimal von Sassnitz aus am Pendeln. Diese bedienen viele Bushaltestellen an markanten Orten, welche günstig über die Insel Rügen verteilt sind. Mit dem Beleg für ihre entrichtete Kurtaxe (Steuer für Touristen erhoben durch die Ostseebäder und Erholungsorte), können sie durch vorzeigen gegebenenfalls (je nach Ort) Vorteile genießen. – Nicht nur beim Busfahren.

Das Netz an Buslinien ist so gestrickt, dass man jedes Ziel erreichen kann, und dass ohne all zuviel umsteigen zu müssen. Sondertickets ermöglichen zudem auch ein kostengünstiges Erkunden der Insel Rügen, von Sassnitz aus. – Im Sommer fahren die Busse auch mit Anhängern, so dass sie auch ihr Fahrrad im Schlepptau haben können.

Die Ostseebäder haben eine Bäderbahn oder ähnlich bezeichnetes Verkehrsmittel, das kulturelle und sehenswürdige Orte bedient, die in und um die Ostseebäder verteilt sind. Sassnitz selbst hat eine Stadtbuslinie, mit welcher sie bequem viele Ausgangspunkte für Wanderungen oder Spaziergänge erreichen können.

In jedem Fall sind Sie gut beraten, wenn sie die freundlichen Busfahrer ansprechen, um ein eventuelles Anliegen zur Route, zu Fahrkarten oder zum Fahrplan zu klären bzw. zu vertiefen.

Fernverkehrsanbindung

Sassnitz und Binz erreichen sie von Stralsund aus leicht mit der deutschen Bahn. Die Regionalbahn, die zwischen Sassnitz/Binz und Rostock pendelt, fährt stündlich in beide Richtungen. Möglicherweise ist es erforderlich in Lietzow um zusteigen. – Dazu gibt ihnen aber ihr Schaffner sicher gerne Auskunft.

Neben der Bahn ist auch die Anreise mit dem eigenen PKW oder Bus möglich. Die B96 (B96n, im Bau) mündet direkt in Sassnitz. Zwischen Stralsund und Sagard gibt es viele gut beschilderte Abzweigungen.

Von Schweden oder nach Schweden, nach Russland oder zurück stehen ihnen die Fähren des Fährhafen Mukran zur Verfügung, diese fahren regelmäßig hin und her.

Fahrrad, Wandern und Baden

Mit dem Fahrrad lässt sich meiner Meinung nach die Insel Rügen wunderbar erkunden. Ohne im Rausch der Geschwindigkeit zu sein, sie können absteigen innehalten, um Perspektiven von Landschaft und Kultur zu genießen.

Auch die Ostseebäder Binz, Baabe und Göhren können sie via Fahrrad leicht erreichen. – Und wenn ihnen die Puste ausgeht, halten sie Ausschau nach einem Bus mit Anhänger.

Um die Umgebung von Sassnitz zu erkunden reichen ein paar Schuhe, und etwas Eifer um zu einer Wanderung aufzubrechen. Ob von den Wissower Klinken zum Königsstuhl, oder durch den Nationalpark Jasmund in jede Richtung in der sie Ihre Füße tragen, finden sie Perlen für Leib und Seele.

Die gut ausgeschilderten Wanderwege bieten unterhaltsamen Wanderspaß mit Rastmöglichkeiten, ohne die Flora und Fauna zu stören. Viele verzweigte Wege führen zu vielen Orten durch den Wald und darüber hinaus.

Wer vor allem im Sommer Urlaub in Sassnitz oder auf Rügen überhaupt macht, der will baden gehen, an einem der vielen Strände. Ob kleine versteckte Ecke, oder Strand mit Promenadenanbindung. Rügen hat als Insel um sich herum viel Strand zu bieten. Und im Winter hat ihr Hotel sicher einen Pool zu bieten.

Quellenangabe

überwiegend Wikipedia, Seiten und Informationen erwähnter Anbieter/Leistungen